Die Wand hat viele Funktionen

TapeteBei einer Wand handelt es sich um ein vertikal flächiges Bauteil und in der Länge und auch in ihrer Höhe ist sie viel größer als in der Tiefe. Die Wand nimmt eine abgrenzende Funktion ein und kann insbesondere schützend oder raumabschließend fungieren. Eine Wand trennt dabei zwei Räume, zwei Raum-Zonen oder zwei Bereiche voneinander, wie beispielsweise den Innen- und den Außenraum oder auch zwei Grundstücke. Zudem kann eine Wand auch eine statische Funktion innehaben – als tragende, aussteifende Wand oder Stützwand.

Die einzelnen Wandtypen

Wände können ganz verschieden konstruiert sein und aus den verschiedensten Materialien bestehen. Zudem können sie auch sehr verschiedene Funktionen übernehmen.

Das Material und der Bauweise

Wände werden nach ihrem Material und ihrer Bauweise unterschieden:

  • Massivwand in Massivbau aus:
    • Mauerwerk: Hier muss die einschalige und die zweischalige Außenwandkonstruktion unterschieden werden. Diese bestehen aus Schalen (Mauerwerksbeständen), die hintereinander stehen und in Kombination das Wandbauteil bilden. In der Regel wird der Raum dazwischen mit Dämmstoff gefüllt.
    • Stahlbeton
    • Stampflehm
    • Blockwand im Blockbau.
  • Fachwerkwände – mit Beplankungen oder Ausfachungen
  • Leichtbauwand – im Trockenbau mit einer fachwerkähnlichen Konstruktion aus Holz, Metallblech-Profilen und Beplankungen aus Gipskarton oder Holzwerkstoffplatten
  • Bretterwand/Bohlenwand im Holzrahmenbau
  • Wand aus Glasbausteinen

Das Thema Wand: Mehr als nur Tapeten und Farbe

Wenn es darum geht, eine Wand zu gestalten, dann beinhaltet das mehr als nur Tapeten oder Farbe – sondern es werden auch bereits moderne und trendige Wandverkleidungen angeboten, mit denen passende Akzente gesetzt werden können.

Es ist einfach langweilig stets auf weiße Wände zu blicken und daher sollte man Abwechslung ins Spiel bringen, das kann mit folgenden Wandverkleidungen vorgenommen werden:

  • Profilholz
  • Tapeten
  • Multifunktionswänden
  • Verblendern
  • Fliesen und

Good bye „Weiße Raufasertapete“

Immer mehr muss de pflegeleichte aber doch sehr schlichte Wandgestaltung der 1990iger Jahre einem neuen Trend weichen: der Lust auf Farbe und Veränderung. Mit einer frischen Farben an der Wand kann für ein neues Wohngefühl gesorgt werden, doch wer alle Wände streicht und dann mit einer Fototapete oder Kunstdrucken beklebt, der wird sich sehr schnell erdrückt fühlen. Aber einfarbige Wände mit einer weißen Decke sind dann wiederum zu langweilig. Daher ist es wichtig, die verschiedenen Farben richtig einzusetzen, damit sie harmonisch zusammenspielen. Abgeraten wird davon, kraftvolle Töne miteinander zu kombinieren, sondern diese können hervorragend mit Pastelltönen kombiniert werden – zum Beispiel an zwei verschiedenen Wänden im Raum.

Sollen kräftige Farben wie ein burgunderrot oder ein Meeresblau verwendet werden, dann ist es empfehlenswert nur das untere Drittel der Wand zu streichen und dann den oberen abzutönen oder weiß zu streichen. Sollte die Grundfarbe nicht ganz so kräftig sein, dann ist es auch möglich, die beiden unteren Drittel in dem Farbton zu streichen. Besonders tolle Akzente können gesetzt werden, indem nur eine einzige Wand gestrichen wird oder aber zwei harmonierende Farben in unterschiedlichen Wänden im Raum gestrichen werden. Wer es mag, der kann jeden Raum in einer anderen Farbe streichen und dabei auf die aktuellen Trendfarben zugreifen oder auf seine Lieblingsfarben. So wirken Flieder, Purpur oder Lavendel sinnlich und festlich und lassen sich sehr gut mit Schwarz oder grau kombinieren. Grasgrün dagegen wirkt besser mit Grau oder weiß.

Geht es um die Farbe im Schlafzimmer, dann wird geraten, dass dieses in beruhigenden Pastelltönen gestrichen wird, während ein Arbeitszimmer beispielsweise eher in stimulierenden Farben wie Grün oder Rot gestrichen werden sollten.

Ein Tipp: Wer den Raum größer wirken lassen möchte, der sollte helle Farben wählen – die knalligen und dunklen Farben verkleinern einen Raum dagegen optisch.

Trendig und modern: Verblender- und Riemchen

Die Verblendersteine in Natursteinoptik werden Verblender genannt und die in Backsteinoptik bezeichnet man als Riemchen.

Die Vorteile:

  • Der Wohnraum wird optisch aufgewertet.
  • Günstig in der Anschaffung
  • Problemlos zu verarbeiten
  • Es ist kein Streichen, Tapezieren oder Verputzen notwendig.
  • Wärmedämmend
  • Wirtschaftlich und wertsteigernd

Mit Verblendern und Riemchen holt man sich Natur pur in seine eigenen vier Wände und am besten wird dafür auf Quarzit, Schiefer oder Granit gesetzt. Eine Alternative zu diesen Materialien sind Verblendsteine aus Leichtbeton oder Gips. Diese unterscheiden sich kaum in ihrem Aussehen und Haptik von den Naturstein-Varianten und sind ebenfalls in vielen Varianten erhältlich.

Die Verblendsteine aus EPS-Kunststoff stellen eine Produktneuheit dar und sind schnell und auch leicht zu verarbeiten. Sie eignen sich um jede erdenkliche Innenwand zu verzieren.

Die Verblendsteine aus Naturstein

  • Im Innen- und Außenbereich können Verblendsteine aus Quarzit und Granit genutzt werden.
  • Die Verblendsteine aus Schiefer hingegen sind nur für den Innenbereich empfehlenswert und sind auch nicht für direkte Feuchträume oder Nassbereiche geeignet.

Die Verblendsteine aus Leichtbeton oder Gips

  • Diese finde im Innen- und Außenbereich Anwendung und können auch bei Dauernässe eingesetzt werden – aber sollten im letzteren Fall dann wasserabweisend imprägniert werden.
  • Die Verblendsteine aus Gips sind ausschließlich für den Innenbereich nutzbar.

Die Verblendsteine aus EPS-Kunststoff

Diese Verblendsteine sind ausschließlich für den Innenbereich gedacht und können auch in der Küche und im Bad genutzt werden. Besonders gut eignen sie sich für kleinere Wandflächen sowie für Wände aus Gipskarton- und Gipsfaserplatten.

Die Pflege und Reinigung von Verblendsteinen

Wer Verblender oder Riemchen nutzt, der muss wissen, dass die richtige Reinigung gelernt sein will:

  • Die Oberfläche sollte ausschließlich mit einem leicht seifigen Wasser und einer starken Bürste gereinigt werden.
  • Die Verblender oder Riemchen sollten niemals mit Säure oder säurehaltigen Produkten gereinigt werden.
  • Selbst der Einsatz von Hochdruckreinigern, chemischen Mitteln, Stahlbürsten und Sandstrahlgeräten ist nicht zum Empfehlen. Denn diese können Schäden an der Oberfläche der Verblendsteine/Riemchen hervorrufen.

Aber nicht alles, was nach Schmutz aussieht, einem Schönheitsfehler oder einer Verfärbung sollte gleich dazu führen, eine Reinigungsaktion durchzuführen. Denn für diese Wände sind die folgenden Charakter- und Umwelteinflüsse ganz normal:

  • Es können durch Umwelteinflüsse Farbveränderungen zustande kommen. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang bei Sand- und Betonsteinen. Diese beeinträchtigen die technischen Eigenschaften der Verblendsteine/Riemchen in keiner Weise.
  • Die Rohstoffe, die bei der Herstellung der Verblender/Riemchen genutzt werden, gleich sich auf den Punkt. Somit kann es doch schon einmal zu naturbedingten Farbabweichungen kommen und die unterstreichen das natürliche Aussehen der Verblendung mit Riemchen oder Verblendern.
  • Es kann zeitweise auch zu sogenannten Ausblühungen kommen. Dabei treten Salzablagerungen an die Oberfläche, die im Außenbereich durch Regenwasser wieder abgespült werden. Diese sind naturbedingt und sie beeinflussen die technischen Eigenschaften der Steine nicht – daher sind sie auch kein Beanstandungskriterium.